Montag, 22. März 2010

Nachtleben!

In knapp eine Woche ist die Deadline für den fünften Jazam!-Band. Das diesjährige Thema lautet "Nachtleben", und die Beiträge dieses Jahres versprechen weiterhin die Plätze "sehr unterhaltsam" bis hin zu "genial" zu besetzen. Da meine Geschichten zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu Ende gezeichnet sind, weiß ich noch nicht, mit wie vielen Geschichten ich vertreten sein werde. Zum gegenwärtigen Stand:

Sascha Jaeck zeichnet drei Seiten - wieder mit unseren Kindern. Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, Sascha live und in Farbe kennen zu lernen, mit ihm an den Dialogen herumzuwerkeln und die Reihenfolge der Strips festzulegen. Es wird mit Sicherheit eine lustige Geschichte. (Und wie immer basieren die Geschichten der Kinder auf Tatsachen!!)

Eventuell werden wir auch an einem weiteren Projekt zusammenarbeiten, aber darüber zu reden ist viel zu früh. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn es klappt.

Arne Reismueller zeichnet eine zweite Geschichte mit Smiley Smith und Empathy Chatter! Dieses Mal jagen sie ein Monster in Koreatown und treffen dabei auf Major Cool und seine Armee von Eichhörnchen Ninjas. Nein, Ihr habt richtig gelesen. Ausnahmsweise jagen unsere Monsterjäger ein Monster. :)

Wir plannen übrigens auch eine längere Geschichte - 32 Seiten Irrsinn. Was wollt Ihr: Piraten? Check. Gott? Die Einladung ist schon unterwegs. Bella und Edward? Ohne sie machen wir es nicht! Da Arne und ich aber etwas eingespannt sind, kann es etwas länger dauern, bis die komplette Geschichte fertig ist - rechnet mal mit ein paar Jahren. :p Aber es wird sich lohnen.

An dieser Stelle eine kleine Unterbrechnung, um Arnes Talent zu bewundern:

(c) 2010 Arne S. Reismueller

Schließlich, habe ich zwar noch keine Zusage, aber eventuell kommt noch ein kleiner Comic, über den ich an dieser Stelle nicht sprechen werde, da der Skript erst heute morgen an die Zeichnerin gegangen ist. Mehr dazu ein anderes Mal.

Aus der Romanfront habe ich leider wenig zu berichten: Zurzeit beende ich den ersten Teil von DS, die Geschichte, die kein Roman sein möchte. Zwar schreibe ich sie in Prosa, aber es fühlt sich mehr wie eine TV Serie. Aber nach langer Zeit macht es wieder Spaß und die Ideen sprießen einfach heraus. Weiter so.

Sobald ich der ersten Teil abgeschlossen habe, geht's mit QZ weiter - die Geschichte, die bisher am positivsten von allen aufgenommen wurde, ich aber zu faul bin, um richtig loszulegen. Es kommt aber, versprochen.

Bei Aufstand der Schaffe pausiere ich zurzeit, da ich einige Energie für Recherche verwenden muss. Bei den anderen Geschichten kann ich mir Fehler leisten (und bei DS gab's einige, die korrigiert werden mussten), aber hier darf das nicht passieren. Daher nehme ich mir lieber die Zeit, als übereilt zu handeln.

Ich melde mich bald wieder. (Pfft, ja sicher. Wie lange ist es seit dem letzten Posting her? ;))

Montag, 9. November 2009

Random thoughts

In letzter Zeit komme ich selten dazu, etwas zu schreiben. Einerseits passiert sehr viel in meinem Leben, so dass ich wenig Zeit habe. Andererseits, wenn ich die Zeit finde, bin ich nicht in der Stimmung zu schreiben, oder ich bin einfach müde. Der Plan sieht vor, dass ich ab nächstes Jahr eine große Ladung Inspiration bekommen und diese natürlich weise umsetzen werde.

Während ich also nicht so 'aktiv' bin, denke ich nach. Oft sogar, laut. Wie jetzt.

Vor kurzem habe ich das siebte Kapitel für QZ beendet. Im nächsten Kapitel treffen die Hauptcharaktere auf eine Gruppe von Menschen, die ihnen zeigen wird, dass sie nicht still alles erdulden müssen - man kann aufstehen und seine Unzufriedenheit mit dem Leben, wie dieses ist, laut schreien. Und man kann etwas dagegen unternehmen und vom Alltag ausbrechen. Eine aufrührerische Botschaft, die sehr zentral für den Roman ist. QZ ist nämlich ein Abenteuer, das in eine Dystopie spielt. Dabei ist mir sehr wichtig, das Lustige im Tragischen zu entdecken. Diese Balance zu halten ist schwierig, aber ich bin sehr zufrieden, wie es bisher ankommt.

Parallel dazu will ich noch mal einem zehn Jahre alten Projekt neues Leben einhauchen. In Wahrheit habe ich nie aufgehört, daran zu arbeiten. Ich fing '99 damit an, DS zu schreiben. '04 stellte ich fest, dass ich nicht soweit war, diese Geschichte in all ihren Facetten zu erzählen. Schon damals war die Geschichte riesig (ich rechnete mit über 1000 Seiten pro Buch - und die 200 Seiten Einführung, die ich damals geschrieben hatte, bestätigten mir meine Prognose), aber auch erzähltechnisch war ich überfordert. Also machte ich eine Pause, während der allerdings zu den bis dato drei geplanten Büchern noch eins hinzukam ... '06 schrieb ich etwa 80 Seiten, '08 etwa 100 weitere Seiten - und ich befinde mich immer noch am Anfang. (Inzwischen sind etwa fünf Bücher geplant ...)

Erzähltechnisch bin ich weiterhin überfordert. DS will kein Roman werden. Ich weiß nicht genau, was es sein möchte. Ich will diese Geschichte schreiben. Sie entstand aus Themen, die mich damals viel mehr beschäftigten, als sie es heute tun, aber ich will sie erzählen. Es ist eine epische Geschichte und geht über mehrere Generationen von Charakteren. Es sind Charaktere, die in mir immer noch sehr lebendig sind, und es wäre sehr schade, wenn ich ihre Geschichte nicht erzählen könnte. Also habe ich in den letzten Wochen viel Zeit damit verbracht, meine Notizen von damals zu lesen, die Szenen, die ich geschrieben habe, noch mal zu besuchen, und nach einer Möglichkeit zu suchen, wie ich das Projekt doch realisieren kann.

Ich wiederhole: DS will kein Roman werden. Aber ich werde die Geschichte erzählen, so wie sie erzählt werden möchte. Zurzeit denke ich, dass sie wie eine Fernsehserie aussehen wird, die man direkt auf Papier bringt. Manchmal wird die Geschichte kohärenter sein, manchmal wird sie es nicht. Eins der Themen bei DS war die Entwicklung und wie diese stattfindet. Da Entwicklung, ob persönliche, gesellschaftliche, wissenschaftliche usw., nicht in allen Phasen gleichmäßig stattfindet, finde ich das in der Struktur von DS wieder. Und das fühlt sich sehr gut an.

Ich denke, der Autor macht es sich viel schwerer, wenn er einer Geschichte vorschreiben möchte, wie sie erzählt werden soll. Er muss sich an den Bedürfnissen der Geschichte anpassen und mit ihr da gehen, wo sie hin will. Letztendlich gilt es, eine gute Geschichte zu erzählen, und nicht einen Autor auf die Bühne zu stellen.

Erstmal so viel dazu.

Ein kleiner Gedankenquantensprung: Gegenwärtig scheint "Nachtleben" das Thema für den nächsten Jazam!-Band zu werden. Ich freue mich schon darauf, neue Comicgeschichten zu schreiben und welche zu lesen! Das wird ein Spaß!

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Vorschläge für Jazam! Vol.5

Die Jazam!-Redaktion nimmt Themenvorschläge für den nächsten Band an! Ihr könnt mitbestimmen, ob 2010 Comics über Sünden, Magie, Musik, die Zukunft oder ein völlig anderes Thema veröffentlicht werden. Folgt dem Link am Ende dieses Beitrags und postet Eure Ideen. Viel Spaß!

Und hier geht's los: http://www.comicforum.de/showthread.php?t=103371

Samstag, 19. September 2009

Helden der Pause

Nachdem es Anfang des Jahres nicht geklappt hat, dass unser kleiner Comic bei Arrrgh! publiziert wird (da das schweizerische Magazin anscheinend eingestellt wurde), erscheinen bald die "Helden der Pause" in einer kommenden Ausgabe von LOA, dem Online Comic Magazin. Ich freue mich sehr, dass diese Geschichte nicht 'verloren' geht und dank LOA mehreren Lesern angeboten werden kann.

Sobald ich den genaueren Erscheinungstermin erfahre, werde ich es hier mitteilen.

Montag, 14. September 2009

Sane dreams!

Ja, es ist einige Zeit her seit dem letzten Mal. Ignorieren wir das bitte und fahren wir fort. :)

Anfang Sommer ist der vierte Jazam!-Band erschienen. Es hat etwas länger gedauert, bis ich den Band zu Ende gelesen habe (ja, gelesen, nicht überflogen!), aber das war es wert: 350 Seiten, die es spielerisch mit ähnlichen Projekten den größeren Verlagen der Comicindustrie aufnehmen können. Weltweit! Auch wenn ich zugegeben voreingenommen bin, finde ich, dass die Beiträge für sich sprechen. Ich bin sehr stolz, dass ich ein Teil dieses Projekts sein durfte. Meine Meinung zu den einzelnen Beiträgen sowie weitere Rezensionen könnt ihr hier lesen.

Letzte Woche habe ich eine weitere Kurzgeschichte beendet. Ich liebe Kurzgeschichte. Ich glaube, da fühle ich mich wohler als bei Romanen. Vielleicht liegt es an der Kürze, vielleicht auch daran, dass ich mehr experimentieren kann. Wahrscheinlich an beidem. Jedenfalls heißt die Kurzgeschichte "Die Suche nach der Wahrheit". Es geht um einen Detektivtypus, an dem ich seit einigen Jahren arbeite: den metaphysischen Detektiv. In Spades ist er auch da, aber die Zeichen sind noch relativ unsichtbar. Er ist keine eigene Erfindung, die Grundlage liefert mir der postmoderne Detektiv. Ich will ihm aber dieses negative postmoderne Element austreiben und ihm eine positive, hoffnungsvolle Wendung geben - daher die Differenzierung. Vielleicht erreiche ich das, vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall hat es sehr viel Spaß gemacht, "Die Suche nach der Wahrheit" so zu schreiben, dass ich nichts versteckt und nichts codiert habe. Ich bin gespannt, wie man die Geschichte lesen wird. Für mich ist sie der Schlüssel, um andere Geschichten zu verstehen.

QZ nimmt immer mehr Gestalt an. Ich fühle mich schlecht, weil ich seit knapp drei Wochen kein Wort geschrieben habe, aber ich habe mir vorgenommen, diese Woche fortzufahren. Der erste Akt ist fertig (ca. 90 Seiten), den zweiten Akt habe ich im Kopf bereits ausgelegt. Der dritte Akt bereitet mir auch keine Sorgen, da ich die wichtigsten Ereignisse im Kopf habe. (Ich kann diese nicht auf Papier bringe, stelle ich jetzt fest. Dann ist der Zauber weg.) Das wird ein spannender kleiner Roman, der beim Lesen hoffentlich sehr viel Spaß machen wird.

Ansonsten habe ich mir in den letzten Wochen sehr viele Gedanken über Kometen gemacht. Das Grundkonzept habe ich vor einiger Zeit festgehalten, aber ich fand die Atmosphäre eher träge. Ein anderer Autor würde sich da vielleicht nicht so lange aufhalten, aber ich will, dass meine Geschichten mehr Pepp haben, witzig sind, Bilder liefern, die der Leser nicht so leicht vergisst, und dennoch etwas (eine Botschaft, eine Lebenseinstellung, Hoffnung) vermitteln. Letzte Woche fiel schließlich alles zusammen und ich kann seitdem die Geschichte ganz klar sehen. Wenn ich es schaffe, wird der Roman wie "the most sane dream of Terry Gilliam" wirken. Besser kann ich das leider nicht beschreiben, es ist vielmehr ein Gefühl, das ich jetzt habe und es beim Schreiben auch haben möchte. Hoffentlich klappt es auch mit der Umsetzung - das erste Kapitel will bald aus mir heraus!

Dienstag, 19. Mai 2009

Was begeistert Dich?

Dieses Mal will ich weniger (= überhaupt nicht) über meine Arbeit sprechen, sondern über einige Projekte von anderen, super talentierten Leuten, die eben deshalb zu meinen Vorbildern gehören.

Hier ein paar Highlights, von denen ich sehr begeistert bin:

Arne Reismueller, lange ein guter Kumpel und partner-in-crime, schreibt und zeichnet ein neues Comicprojekt, RAMYEONBOY. Arne ist ein Künstler, der sich stets entwickelt. Neben geniale Zeichnungen, die Laune auf mehr machen, hat er ein Konzept, das zu beneiden ist. In einem Blog berichtet er über den Prozess.

TIMOTHY AND THE TRANSGALACTIC TOWEL ist das neueste Projekt von Mike Bullock und Michael Metcalf, in dem Timothy, ein kleiner Junge, dank einem magischen Handtuch in fantastischen Orten reisen kann. Wer LIONS, TIGERS AND BEARS liebt, sollte sich das nicht entgehen lassen. Die Graphic Novel erscheint in den Staaten am 26. August!

THE LAVA IS A FLOOR ist ein Comic von einem Duo, das ich persönlich nicht kenne: Justin Shady und Jeremy R. Scott. Der Titel machte mich neugierig, die paar Seiten fesselten mich. Der Preis ist etwas hoch und ich muss noch herausfinden, wie das Format aussehen wird, aber ich muss das haben! Erscheinunstermin ist der fünfte August.

Wer Strips liebt und Chris Eliopoulos' MISERY LOVES SHERMAN nicht kennt, der verpasst die besten Lacher seit Calvin & Hobbes. Es ist immer schön, morgens vor der Arbeit den neuesten Strip zu lesen. Der Tag läuft dann lustiger. Probiert es aus.

Tanya Stewners LILIANE SUSEWIND-Reihe empfehle ich auch herzlichst weiter. Das kleine Mädchen, das mit Tieren sprechen kann und durch Lachen Pflanzen wachsen, ist endlich ein positiver Charakter mitten in einer immer düster werdenden Welt. Spannende Geschichten mit liebevollen Charakteren und Tieren, die man sehr schnell lieb gewinnt. Gerade ist der vierte Band erschienen, also los, in den Buchhandlungen mit euch!

Greg Ruckas ATTICUS KODIAK-Romane sind die spannendsten Thrillers, die ich seit Ewigkeiten gelesen habe. Sie fangen leise an, die Themen sind interessant, aber es sind die realistischen Charaktere, die hier etwas ausmachen: Komplexe, verletzliche aber dennoch starke Charaktere, für die es ihr Job ist, ihr Leben jeden Tag zu riskieren. Etwas anderes erwartet man nicht von Leibwächtern. Die Romane machen süchtig!

Musikalisch bin ich in letzter Zeit ganz den Arrogant Worms verfallen. Das kanadische Trio bietet Entertainment vom Feinsten und ist die beste Kur nach einem Arbeitstag.

Im Filmbereich kann ich es kaum erwarten, WHERE THE WILD THINGS ARE zu sehen. Der Trailer verspricht einen fantasievollen Film, und da Spike Jonze, der Regisseur, dieses Werk mit Liebe zusammengestellt hat, bin ich auch davon überzeugt.

Es gibt noch mehr Künstler, die mich begeistern, merke ich gerade. Und ich finde das sehr wichtig: Wenn jemand, egal in welchem Bereich er tätig ist, einem auf diese Weise berührt, dann ist er wirklich ein Künstler. Heutzutage wird vieles als Kunst verkauft, wenn es eigentlich nur um 'Produkte' handelt. Produkte benutzt man eine Weile, bis man ein Bedürfnis befriedigt - und dann vergisst man sie. Das ist nichts zu verurteilen, das brauche ich auch. Aber eben da liegt der Unterschied: Etwas, das Dein Herz berührt, bleibt ewig. Das macht ein Kunstwerk aus.

Samstag, 11. April 2009

Jazam! Vol.4 - Previews!!!

Wer es noch nicht weiß (und wer nicht mitgearbeitet hat, kann es wahrscheinlich nicht wissen), der klicke bitte hier und staune über die Vorschau des neuen Jazam!-Bandes. Der Seitenumfang wird in etwa 350 Seiten betragen!! Ay caramba! Jeder Band wird umfangreicher! Mit 15 Euro ist die Anthologie weiterhin sehr preiswert!

Und weil ich Daniela Uhligs Cover einfach genial finde, muss ich das auch hier posten.


(c) 2009 Daniela Uhlig

Ich will ein Poster davon haben!

Sonntag, 22. März 2009

Neues aus der Welt von Niko...

Es tut sich was in der Welt der wandelnden Wirklichkeiten, keine Sorge. Immerhin schreibe ich hier ein mal im Monat ... :)

Fangen wir mit den schlechten Nachrichten an: 

Aus der Aarrrgh!-Veröffentlichung wird wahrscheinlich nichts. Erstens wollte man das Magazin im Februar herausbringen, aber das ist nicht passiert. Und zweitens kann man die Leute anscheinend nicht erreichen. Dass das passieren kann, ist nicht so überraschend. Und nein, ich glaube nicht, dass es mit der Wirtschaftskrise zusammenhängt. :) Nach meiner Erfahrung, sind Comics ein unsicheres Geschäft, zumindest im deutschsprachigen Raum - außer bei einigen Glücksfällen arbeitet man daran nebenbei und weil man das Medium liebt. Das heißt, man kann davon nicht leben. Man sollte es also einem auch nicht übel nehmen, wenn er sich anderweitig orientieren möchte. Allerdings wäre eine E-Mail gut gewesen ...

Da die Rechte aber weiterhin bei Sascha und mir liegen (wir hatten keinen Vertrag mit Aarrrgh!), werde ich mich bemühen, die Geschichte mit den Kindern bei einem anderen Verlag oder Magazin unterzubringen. Ich bin davon überzeugt, dass es funktionieren wird.

Allerdings werden Sascha und ich von einer Pechsträhne verfolgt: Leider wird unsere zweite Geschichte im nächsten Jazam!-Band auch nicht erscheinen. Stattdessen wird sie auf der Website von Jazam! frei und für alle zugänglich sein!! Ich ziehe auch eine Papierveröffentlichung vor, aber auf der anderen Seite werden noch mehr Leute diese Geschichte lesen können - weil sie eben dafür nichts bezahlen müssen. Ein Mal kann man das machen. Ich bin zuversichtlich, dass wir dadurch noch mehr Leute auf die Kinder aufmerksam machen können. Und ich würde auf jeden Fall noch mehr Geschichten für Sascha schreiben! Ich sehe das also nicht so tragisch, vielmehr können wir davon nur gewinnen.

Die anderen Projekte laufen wie von alleine. :) Arnes Zeichnungen sehen phänomenal aus, Nico hat ein sehr cinematisches Auge für Perspektiven und Tomeks Zeichnungen ... Nun ja, urteilt selbst:
(c)2009 Tomek Schukalla und Daniel Kiessler

Ansonsten bin ich zurzeit mit den letzten Korrekturen von Spades beschäftigt ("Hallo, Nervosität!" :)), während ich Spades 2, Kometen und ein weiteres Buchprojekt plane, das ist jetzt mal als QZ bezeichnen möchte. Wie man es vielleicht bemerkt, will ich mich für die nächste Zeit viel mehr den Buchprojekten widmen. Drückt mir die Daumen! :)

Ich melde mich wieder, wenn es etwas Neues gibt. Spätestens nächsten Monat! :)

Freitag, 20. Februar 2009

Kleine Bilder, aber tausend Wörter!

Und es geht weiter: Die ersten Seiten der Jazam! Vol.4 Projekte sind eingetroffen. Ich hoffe, man kann genug erkennen. Ich muss noch herausfinden, wie man die Bilder größer machen kann... Viel Spaß!

Nico Simon - noch unbetiteltes Projekt

(c) 2009 Nico Simon



Tomek Schukalla - Der Kleine Comichorrorladen (Skizzen)

(c) 2009 Tomek Schukalla


Arne Reismueller - Schloss der Tausend Toden

(c) 2009 Arne Reismueller (c) 2009 Arne Reismueller

Sascha Jaeck - Mutantenmonster aus dem Chemielabor (Skizzen)


(c) 2009 Sascha Jaeck




(c) 2009 Sascha Jaeck




(c) 2009 Sascha Jaeck

Freitag, 16. Januar 2009

Long time no see!

"Die Berichte über meinen Tod..." und so weit und so fort. Jeder kennt seinen Mark Twain. Oder, wenn wir Greg Rucka, einen meiner Lieblingssautoren der Gegenwart, zitieren möchten: "Man nennt es nicht umsonst 'Arbeit'!" Damit ist das Schreiben gemeint.

Seit dem letzten Mal habe ich an verschiedenen Skripts gearbeitet. Letzten Monat habe ich die Geschichte mit Arne Reismueller kurz vorgestellt, diesen Monat erzähle ich Euch kurz über die anderen Projekte:

Ich freue mich, wieder mit Sascha Jaeck zusammenzuarbeiten und eine weitere kurze Geschichte mit den Kindern von "Helden der Pause" (erscheint nächsten Monat bei Aaarrgh!) zu machen. Dieses Mal besuchen die Kinder ein Universitätslabor - und sobald die Lehrerin die Kinder aus den Augen verliert, beginnt die Jagd nach (Fantasie-)Monstern. Dass es dabei unschuldige Opfer geben wird, muss ich nicht erwähnen...

Mit Tomek Schukalla und, neu an Board, Daniel Kiessler nehmen wir den Comicladen Peek-a-Boo auseinander! Da wir alle Freunde des absurden Humors sind (und wir rein zufällig Monster lieben), bringen wir Euch eine selbstironische Geschichte über einen verrückt gewordenen Comichändler, der ein altes Ritual vollzieht und die Welt verändert. Ein lustiges Tribut an EC Comics!

Schließlich, Nico Simon (mit dem ich auch diese Geschichte mitgeschrieben habe) illustriert die dramatische Geschichte eines Mannes, der anfängt, Monster zu sehen. Geht mit ihm seine Fantasie durch oder ist alles real? Nico kenne ich seit knapp zehn Jahren und wir wollten schon ewig zusammenarbeiten. Ich freue mich, dass es endlich geklappt hat. Und das Ergebnis sieht wunderbar aus!

Verständlicherweise bin ich auf die nächste Jazam! Ausgabe sehr gespannt. Sobald ich erste Bilder habe (sowie die Erlaubnis, sie hochzuladen), werde ich kleine Teaser posten.

Darüber hinaus beende ich gerade den ersten Teil zu Kometen. Wenn man bedenkt, dass ich noch vier Teile zu schreiben habe, ehe ich den Roman als 'abgeschlossen' bezeichnen kann, ist das kein Grund zu feiern. Aber ich freue mich trotzdem!

In diesem Sinne, die Arbeit ruft!

Sonntag, 7. Dezember 2008

Jazam! Vol.4

Seit letzter Woche steht das neue Thema für den nächsten Jazam!-Band fest: Monster! Ich hatte es nicht für möglich gehalten, aber ich kann mit diesem Thema so viel anstellen... Die Möglichkeiten sind unbegrenzt! Und ich kann meine Vorliebe für Horror EC Comics, Tales from the Crypt und House of Mystery voll ausleben! Auf jeden Fall macht es sehr viel Spaß!

Insgesamt habe ich vor, vier Skripts zu verfassen. Da ich sie noch nicht alle verfasst habe, werde ich hier nur auf meine neue 'alte' Zusammenarbeit mit Arne Reismueller verweisen. Vor einiger Zeit schrieb ich für ihn eine Geschichte über zwei Monsterjäger. Aus Zeitgründen, aber auch weil wir keinen Verlag dafür hatten (also bestand auch keine Dringlichkeit), kam das Projekt sehr langsam voran. Nun haben wir aber einen Platz für diese Geschichte gefunden und Arne hat schon die ersten zwei Seiten bearbeitet bzw. neu gezeichnet.

Hier eine frühere Version der ersten Seite:

(c) 2007-2008 Arne Reismueller

Wartet, bis ihr die Monster seht!!

Zu den anderen Projekten werde ich mehr schreiben, wenn die Skripts fertig und abgesegnet sind. In any case, watch the space on your right for updates.

Donnerstag, 13. November 2008

Schweiz, wir kommen!

Sascha hat mir heute morgen eine sehr schöne Neuigkeit mitgeteilt: Unser Comic Helden der Pause wird in der nächsten Aarrrgh! Ausgabe erscheinen. Wie freuen uns sehr, in die schweizer Comicanthologie aufgenommen zu werden, und hoffen, alle Leser an Ihre Kindheit zu erinnern und zum Lachen zu bringen.

Einzelheiten zur Veröffentlichung teile ich mit, sobald ich mehr erfahre. Bis es soweit ist, verweise ich auf ein kurzes Preview auf Saschas Seite, das die Entwicklung eines Strips vom Scribble zur Tuschenzeichnung zeigt.

Mittwoch, 12. November 2008

Let the games begin!

Nein, ich habe nicht vergessen, worum es hier neben Politik und Spaß geht. :) Hier ist ein kurzes Update der aktuellen Projekte:

Spades, mein Erstlingsroman, ist seit heute morgen unterwegs in verschiedenen Verlagen. Es handelt sich um einen hartgesottenen Thriller, der Ende der Fünfziger Jahre spielt. Zur Geschichte würde ich mich noch nur ungern äußern, weil ich dann eine wichtige Information preisgeben würde. Es tut mir leid. Es hat aber sehr viel Spaß gemacht, diese Welt und die Charaktere zu entwerfen, und ich hoffe, dass man das auch so sehen wird. Während ich auf Reaktionen und Ablehnungen warte, arbeite ich fleißig am nächsten Roman.

Helden der Pause, der Comic mit dem unvergleichlichen Sascha Jaeck, ist komplett fertig und liegt jetzt der Redaktion von Aarrrgh! vor. Ich hoffe, ich habe bald mehr Neuigkeiten darüber.

Meine Kurzgeschichte Erwachen schaffte es leider nicht in die erste Ausgabe von Ferne Welten, aber vielleicht schafft sie es in eine zukünftige Ausgabe oder in eine andere Anthologie. Die Leute bei Ferne Welten sind aber sehr nett und ich habe Vertrauen darauf, dass das Magazin Sciencefiction-Fans sehr zufrieden stellen wird. Die erste Ausgabe kommt übrigens im Dezember und ich freue mich sehr darauf. Ihr solltet es auch. Mehr Informationen findet ihr hier.

Schließlich, habe ich auch die zweite Seite zum Western-Comic von Tomek bekommen. Ich war sogar mit dem Layout sehr zufrieden...


(c) 2008 Tomek Schukalla
...aber Tomek schaffte es, mich zu überreden, ihm zu erlauben, die Seite zu Ende zu zeichnen. :)


(c) 2008 Tomek Schukalla

Ich kann nicht anders und werde Zeichner für ihr Talent immer bewundern! JH Smith hat noch keinen Verlag gefunden (die Geschichte sollte ursprünglich in Jazam! Vol. 3 erscheinen, wie ich schon mal berichtet habe), daher hat der Comic keine Priorität vor anderen Projekten und es kann noch eine Weile dauern, bis er fertig ist. Wenn das Ende absehbar ist, werden Tomek und ich uns umschauen.

Nun ja, ich muss zurück in die Arena und den nächsten Kampf überstehen. :)

Dienstag, 4. November 2008

Don't forget to vote!

Yeah, that Greek/German/whatever guy telling you, an American, to go vote. How arrogant of me, isn't it?

Well, in all honesty, I think being an American is a great thing, but sometimes one can't see past the borders. I'm sure I'm not telling you anything new: American politics don't only influence the US. It affects economy in Germany as well as it does influence decisions in Japan. This is why the whole world is watching you today - I could be wrong, but I don't remember people around the world taking that much notice of the elections here in Germany some years ago. Or of the ones in England, in Spain, in France etc. (Okay, you may have noticed France, but that was because of Carla Bruni, admit it!)

As much as I hate to say that a single nation leads the world (it's just undemocratic), it's the US that still takes decisions and shapes the world. So US politics do interest me, because they tell me what comes tomorrow. Please, don't misread this statement and say that I hate the US! I don't! All I want to do is remind you that today you don't only decide for a 'local' leader.

Voting is a privilege and a responsibility. Whether you go vote today or not, you will be responsible for the course of politics in the next four years. If you don't care for the rest of the world, that's fine, but you'll still be responsible for the decisions in your community that will affect you directly. By voting, no matter for which party, you stand up to your decision. You stand up for democracy, you stand up for your rights, you stand up for freedom of expressing your opinion.

To me it's an honor to have this right! And I hope you see this the same way.

So please, don't forget to vote!

Montag, 27. Oktober 2008

Unknown Soldier

Obwohl Comics dank der Verfilmungen immer mehr mainstream werden, nimmt man sie immer noch auf die leichte Schulter. Bryan Singers X-Men, der ersten beide Spider-Man Filme und dieses Jahr Dark Knight zeigten allerdings, dass selbst Superhelden ernstere Themen illustrieren können.

Aber Comics sind nicht nur Superhelden. Unzählige Konzepte werden jede Woche an Hollywood-Produzenten vorgestellt, ein Teil davon wird optioniert, und ein Teil davon findet den Weg zur großen Leinwand. Aber spontan fällt mir keine Verfilmung, die mich zum Nachdenken gebracht hat. Es ist bestimmt nur eine Nachlässigkeit meinerseits. Damit will ich nicht sagen, dass Filme wie 300, 30 Days of Night und Wanted schlecht waren - im Gegenteil, sie waren sehr unterhaltsam. Ich finde es richtig, sogar ratsam, dass man sich unterhält. Das Leben ist ernst und hart genug, das ist wahr, aber man darf sich immer wieder entspannen, denn sonst vergisst man, dass das Leben überhaupt lebenswert ist. Objektiv betrachtet war Transformers ein vorhersehbarer Film mit dummen Dialogen, aber, Gott, habe ich die zwei Stunden im Kinosaal genossen!

Worauf ich aber hinauswollte, ist, dass Verfilmungen nicht adäquat zeigen, welche ernste Themen manche Comics behandeln. Nicht alle tun das, aber es scheint mir so zu sein, dass jene Leute, die nur die Verfilmungen aber nicht die Comicindustrie kennen, ein falsches Bild von der Comicindustrie bekommen, als ob es ihr nur darum gehe, Spaß zu haben. Allerdings ist sie viel komplexer, als sie auf dem ersten Blick erscheint. Ein paar der intelligentesten Autoren, die ich kenne und bewundere, arbeiten als Comicautoren, darunter Brian Wood, Jason Aaron, G. Willow Wilson. Und jetzt füge ich auch Joshua Dysart zu dieser Liste.

Letzte Woche erschien die erste Ausgabe von Unknown Soldier von DC/Vertigo Comics, geschrieben von Dysart und gezeichnet von Alberto Ponticelli. Der Charakter ist älter, aber es handelt sich hier um eine Neuinterpretation. Die Geschichte findet in Uganda statt - und es wird ein grausames Bild gezeichnet. Sie folgt dem Arzt Lwanga Moses, einem Pazifisten, der aber an seiner Grenze stoßt - und dann bricht es aus ihm aus. Insofern, rein erzähltechnisch, erschafft Dysart einen sehr interessanten Charakter, der mit sich selbst, mit seinem Glauben in Konflikt gerät. Denn wenn die Gewalt ausbricht, dann ist sie grausam, sie ist abstoßend, sie ist unethisch. Kurz, es gelten andere Regeln, aber Gewalt ist niemals gerecht.

Ich weiß, wie profan das ist - ich schreibe selber gewalttätige Szenen. Ich sage mir, dass ich sie nicht absichtlich als cool und nachahmenswert darstelle, auch wenn ich mir manchmal viel Zeit damit nehme, um sie richtig zu 'choreografieren'. Ich weiß nicht, ob das wahr ist, das müssen meine Leser entscheiden, aber ich versuche, mehr hinter einem Gewaltausbruch zu stecken, als nur den Zweck der Unterhaltung. Ob ich es erreiche, ist dann eine andere Frage.

Zurück zu Unknown Soldier. Der Comic bietet mehr als nur einen sehr interessanten Charakter. Es zeigt auch ein Bild von Afrika, von dem wir die Augen verschließen. Ich zähle mich auch dazu. Die Realität da ist natürlich noch grausamer, als sie von irgendein Medium dargestellt werden kann, aber Unknown Soldier ist ein sehr gut recherchierter Comic. In nur vierundzwanzig Seiten geben Dysart und Ponticelli dem Leser sehr viel Information, die er erstmal verdauen muss. Es handelt sich nicht um einen Comic, den man leicht zur Seite wirft, sobald man ihn durch hat. Als Nicht-Afrikaner ist es schwer, die Situation in Afrika in all ihren Facetten nachzuvollziehen, aber es ist ein Anfang.

Dysart hat auf seine Internetseite auch einen sehr interessanten Essay über die Internally Displaced Persons (zu Deutsch: Intern Vertriebene) und ihre Camps geschrieben. Ich finde es erstaunlich, dass diese Menschen nicht als Flüchtlinge gelten und insofern als minderwertige Menschen angesehen werden! Und es ist unglaublich, dass ihre Camps mit Konzentrationslager verglichen werden! Hier, im Anbruch des 21. Jahrhunderts. Und die Höhe kommt noch: Kinder werden unter der Deckung der Nacht von ihren Eltern entführt, damit sie als Soldaten für Joseph Konys Lord's Resistance Army ihr Leben sinnlos geben. Kony behauptet, er handle im Sinne von Jesus und dem Heiligen Geist - je nach Quelle nehmen diese (also Jesus oder der Heilige Geist) Besitz von ihm. Und dieser Mann schickt Kinder in den Tod. Mehr dazu kann man unter Invisible Children erfahren.

Die Welt ist klein. Sie ist zum Greifen nahe und dabei haben die Entwicklungen im Bereich der Technologie die wichtigste Rolle gespielt. Diese Sachen passieren in unsere Nachbarschaft, nicht in einem fernen Planeten. Ich will die Augen nicht davor verschließen. Für manche wird es wohl idiotisch erscheinen, dass ich gerade einen Comic als Anlass genommen habe, um darüber zu schreiben. So sei es dann. Aber es ist wichtig zu wissen, was auf der Welt heute passiert. Es ist wichtig, selbst zu recherchieren, um sich eine eigene Meinung zu bilden - vertraut nicht auf mein Wort, sucht selber danach. So oder so, werdet ihr aber zu dem Schluss kommen, dass Sachen auf unsere Welt passieren, die den Ernst unserer Probleme geradezu reduzieren, manche werden sogar nichtig.

Natürlich bin ich aufgeregt. Ich kann diese Zeilen nicht schreiben, ohne dass sie mich mitnehmen. Aber ich werde mich wieder beruhigen. Und ich werde wieder lachen. Denn um andere zu helfen, muss erstmal ich das Leben als lebenswert empfinden - wie kann ich sonst anderen glaubhaft vermitteln, worum es sich zu kämpfen lohnt?

Sonntag, 14. September 2008

Rebellion

Fareed Zakaria hat einen neuen Artikel veröffentlicht, der sehr interessant ist und man sollte ihn lesen.

Als jemand, der sich aus Gründen, die selbst mir unbekannt sind, für den Kalten Krieg sehr interessiert, finde ich die Vergleiche der heutigen politischen Situation mit der des Kalten Krieges übertrieben. Die Welt ist nicht so dunkel, wie Zakarias Artikel heißt, aber wir tendieren dazu, alles überzudramatisieren. Damit will ich nicht behaupten, dass es keine Missstände gibt - leider gibt es sie! Es gibt Terroristen und Verrückten, die nur Leid verbreiten wollen. Das Problem ist, dass man lieber davon berichtet, als auf den Fortschritt in fast allen Bereichen überhaupt zu achten.

Letztens habe ich in einem Magazin diesen Satz gelesen: "Good news are no news!" Schaut Euch an, wie selten man von positiven Nachrichten erfährt im Vergleich zu den negativen. Diese negative Einstellung bewirkt, dass die Gesellschaft generell eine negative Einstellung zum Leben hat: Es gibt keine Hoffnung, es gibt nichts Gutes, alles ist sinnlos! Das ist nicht wahr! Es gibt immer Hoffnung, das Leben ist schön und für alles gibt es eine Lösung!

Rebelliere gegen das, was man Dir eintrichtern will.

Dienstag, 9. September 2008

We need superheroes!

I've been thinking about this for quite some time. I may be completely wrong - I'm not a professional comics writer, as you all know. But I am a writer. I doubt I'll ever work for DC, Marvel or any American comics publisher - although, I''d jump at any chance, don't get me wrong. :)

But let's just assume I'm hired by a comics publisher. My assignment (amongst writing kick ass stories) is to create a new superhero - be it in an already established book or something entirely new, if possible within continuity. What could I do?

First of all, every character has a function within any given story. When writing a story, I like to see the character first, to know him and give him a voice - and then put him against a certain situation that will create drama, comedy, action, emotion. I have to be aware of the character and take advantage of everything he or she offers me. Of course, you could do it the other way around, too: create the fictional world first and then pit your hero against it. I'm not telling you anything new, but I want you to keep this in mind.

So let’s keep assuming I'm hired by Marvel or DC, the publishers with a superhero tradition that goes back to the first half of the last century. How do I create a new character, an important character for any of these universes? Hasn't everything been already said and done? Yes? No? While our understanding of a villain may have changed, and superhero comics seem to keep pace with that (Dr. Light becoming a rapist in Identity Crisis, Zeke Stane hiring suicide bombers in Invincible Iron Man), what do heroes have to do to avoid becoming outdated? If the values they represent are rather conservative (and don’t get me wrong – these are the values I want to stand for, too!), why is evil in comics becoming more threatening? They go over the board, there’s nothing to stop them from inflicting pain and spreading disease, terror and death. Will the good force win at the end? Can good guys even cope with all the terror? If yes, then how realistic is that?

It seems to me that it’s easier to create new supervillains than superheroes. How could this character fight against the forces of evil? Where would he fit in the larger picture?

I have a strange relationship with realism. Sometimes I want more realism, sometimes less. I can’t tell you what the criteria are – to be honest, I don’t know them either. It’s just a feeling in the guts. My view of Marvel’s superheroes is this: stories about important topics (racism in X-Men, problems with growing up and finding your place in the world in Spider-Man, tragic love in Daredevil, family issues in Fantastic Four) in a rather realistic tone, but not aggressively realistic. On the other side, DC superheroes depict ideals to me: the perfect man (Superman), the wise woman (Wonder Woman), the down to Earth man (Flash), the greatest crime fighter (Batman). In other words, I see Marvel more story-oriented, while DC is rather character-driven. Well, it’s not really the case, if you open up a Marvel or DC book nowadays, but that’s how I perceive the distinction between the companies - the real vs the ideal. Don't misunderstand me: Marvel does have fully fleshed-out characters (Daredevil is the closest a superhero has got to Shakespeare in my opinion!) and DC has been very story-oriented in the last eventful years, making superheroes do things that won’t fit with the character (for example, Geo-Force’s suicide attempt in a recent Final Crisis tie in – yes, with apologies to his fans, I couldn’t care less for Geo-Force but attempting a suicide? That goes to tell you how bleak the superhero job has become, how desperate and pointless it is being a hero in a world fed to the devil!).

Anyway, the reason I’m yapping here is that first you have to know the history to create a new hero. If you’re that good, you may do it without knowing jack about it, but I’m not that good and have always had a thing for analyzing history. But let’s keep the assumption game going on: I now know everything important about the superhero history. There’s an empty page in front of me and I hear that voice again: "Write!"

There are some heroes or concepts I read or heard about in the last years that I think do create something new. It’s hard, in my opinion, but not impossible. The hero I have in my mind all this time is Terra, as created by Jimmy Palmiotti, Justin Gray and Amanda Conner. I know she’s the third or fourth or fifth DC superhero to carry this name – heck, even the powers are the same or at least very similar to her predecessors. So where’s the new? It’s her character. I still remember reading Supergirl #12 (where she debuted) and being awestruck that after the fight she stayed around and helped the people and repaired the damage she had caused during the fight. What a simple but beautiful gesture! Remember that ideal I was talking about and DC should represent, in my opinion? You can find it here! There’s something Buddhistic driving her – fight evil, then help people, then repair the damage. The superhero’s job is not done with the fight – there’s more work to do, hearts to be mended, material loss to overcome! And think about how your actions affect nature! Obviously, for a character called Terra and having Earth based superpowers, this is what drives her: fight evil, regain balance. Don’t neglect all this. And remember you’re doing it for the people – not because it’s cool to have these powers and show them around.

Although there could really be a story with an interesting character in the last sentence, that’s not a story I’d want to read. Hasn’t it already been done somewhere? I don’t know, but I do think so. I’m 26 years old, so I’m still ages away from calling myself a wise man, but I do believe that superheroes were created in times of need for an ideal. World War Two needed these ideals – America, but generally the free world of those times, needed a super man, a captain America, a wonder woman, it needed avengers and justice leagues and societies. (Note the missing capitals!) After WW2 other topics became more interesting – how do you make a living, finish your studies and get the girl you love? How do you cope with life? Heroes became more human, drama invaded their lives. Giffen and DeMatteis brought back fun in comics, Frank Miller reinvented Daredevil and Batman making them dark, crime fighting knights. Superheroes (and generally what stubborn professors call trivial literature) have always been the pop culture response to what the masses fears the most, to what concerns them the most. Let’s put it that way: Superhero stories should be about the zeitgeist. They have always had a place in human culture – the Greeks needed a Hercules, the Germans a Siegfried, the Americans an Uncle Sam. (Unfortunately, I’m not that acquainted with Asian and African mythology, but I’ve no doubts there are similar examples there.) This is what superheroes mean to me – they have to be relevant. (This is why I think that big superhero events like Final Crisis and Secret Invasion are essential every ten years or so – older heroes need to be reinvented to work within contemporary political, religious, cultural and so on situations. But don’t overdo it, as is the case during the last five years – constant change wears the characters off and don’t provide a stability for him to evolve. And it drives readers away!)

So when our times are getting darker; nothing and nowhere’s safe; you can’t trust anybody – don’t you feel the need for a hero you can trust? In one issue Terra made me believe I found that hero. Jimmy, Justin and Amanda created a superhero who really cares!

But let’s stop with the advertising here. As much as I’d like to see the miniseries outselling any event, I’m asking about the possibility of creating new superheroes. So I’ll tell you about some superheroes I created way back when. I still like some of them, but I just doubt I’ll ever use them – I don’t really aim to become a comics writer. It’s fun and all, I love working with creative people, but it’s more of a hobby than something I want to do professionally. And even if there’s something you can borrow from this – you could never stop my imagination from inventing new and better heroes.

From 1999 to 2001 I was working on creating a superhero universe. It all started with a book idea I’m working on right now, but I’ve scratched most superhero elements by now.

Hawk was my response to Iron Man. Back in the Middle Ages a knight embarked on a mission that led him to North America. He died there. Fast forward to our days, and a police detective is framed of having murdered his partner. He escapes (of course), but somehow he stumbles on a cave and finds out the armour of the knight. He takes it on to fight evil and clean up his name. Derived from the symbol on the armour, he takes on the name of Hawk. Now, I remember he was supposed to have a genius friend who would eventually upgrade his armour and allow him to fly and so on. Borrrring. Has been said before, hasn’t it? Looking at it now, I see more potential in depicting the adventures of the knight: Imagine arriving in North America. A rather empty continent. And your armour reminds the Native Americans of a hawk. There’s something totemic about you, and you look otherworldly. Just keep thinking about it, it may lead you somewhere…

Poison Rose was supposed to have gravity based powers. She could make herself heavier or lighter. She was an attorney at day, a crime fighter at night… Yeah, we’ve seen that before. What intrigued me the most about her was her professor who was also caught in the experiment that gave her those powers. His body turned completely black (imagine him in a comic – I would merely give him two white eyes) and was ostracized from university and society in general. But instead of becoming either a villain or a hero, he became indifferent. He would read books all day and, being able to control his own gravity, he would stand topsy-turvy or in any given unnatural position while reading. He could also create black holes and beam himself wherever he wanted.

You notice I’m telling about this because there’s little potential to these stories. They could never carry a series. They’re not interesting enough.

Let’s up the ante, then. I called the character Little Devil – it was about a kid, not older than ten years old, living in the streets. He was abandoned by his parents and everybody else because he was red, had horns on his head and, well, looked like a little devil. Although at this point I hadn’t read anything Hellboy-related, he must have influenced me in creating this drama character. Which is also the reason I didn’t pursue this idea any further.

But keeping up with devils, I dressed the luckiest man in the world in a black Daredevil costume and pitted him against evil. Imagine you can depend on your luck so much that nothing can kill you – well, you could die of old age, but even if you fell out from an airplane without a parachute, you’d still survive it! Now, I thought this man would eventually be driven crazy – because he can’t explain it, because it’s illogical. Imagine you’re a bank robber and you hear a superhero coming at you and laughing insanely all the time. You point a gun at him and it backfires. Merely by being there, this superhero affects the events.

Once I had the idea of creating a hero, but having two persons behind the mask. I mean, after all everybody looks the same when wearing a mask – at least in comics. What’s the point of a mask after all? You could deceive your enemies, they could hardly find out about your true identity, because it I think Sue is Super Lady, then why does she stand next to her? Maybe it’s Jennifer, but wait, did you just see Super Lady leap off the roof? Oh and don’t worry about realism and voices that could sound wrong – isn’t it comics after all?

I like these characters. I see potential in them. But are they relevant? No. They lack the right context that will make them work. I did create some other characters you may call superheroes in a wider sense, but allow me not to talk about them here. I’m not sure if they are as good as Terra, but I know they have something important to say. And they will say it.

I know new, even innovative superheroes can be created. It’s a hard task, and the audience makes it even harder to get them started. Would this new hero be able to support a new ongoing series? I certainly want this to happen. We need superheroes who represent today’s world, we need them to be ideals, we need to have something to strive for – in order for us to become heroes, too, to be influenced by them and do the right thing! So if you’re a professional writer working for a major comics publisher, please try to create an important hero for our times. We need it!

Samstag, 2. August 2008

Das Kind im Süßigkeitenladen!

Ich wünschte mir, ich hätte mit Frauen genauso viel Glück. :)

Ende Dezember schrieb ich den Skript für einen achtseitigen Western für Jazam! Vol.3 (unbedingt kaufen!!). Jonah Hex, ein DC Comic geschrieben von zwei Autoren, die ich sehr bewundere (Justin Gray und Jimmy Palmiotti), ist eine meiner Lieblingsserien und hat mir gezeigt, wie schön doch Westerns sein können. Das Genre interessierte mich nicht besonders, aber dieser Comic veränderte meine Betrachtungsweise. Irgendwann hatte ich Lust einen Western zu schreiben, nur nicht die Zeit. Und das richtige Projekt fehlte. Dann kam das Thema für Jazam! Vol.3, nämlich Zeit, und ich sagte mir, egal wie viel Arbeit es kosten wird, irgendwie muss ich 'Western' und 'Zeit' kombinieren können. Ich hatte mehrere Ideen, aber entweder war ich unzufrieden oder acht Seiten waren zu wenig.

Schließlich entschied ich mich für die Jonah Smith Geschichte. Im Grunde genommen hatte ich aber so viele Ideen dafür, dass ich eigentlich einen ganzen Film hätte schreiben können. Einmal drin in den Charakteren und ich konnte nicht mehr raus. Ich kürzte es auf das Wesentliche ab und schickte es ab. Der Redaktion von Jazam! gefiel die Story, bald meldete sich auch ein Zeichner. Dieser musste leider nach ein paar Seite aus dem Projekt aussteigen. Das nehme ich ihm nicht übel, das passiert einfach manchmal. Ich fand es nur traurig, weil ich nur ungerne eine gute Geschichte (oder zumindest eine Geschichte von mir, die ich für gut genug halte) in Vergessenheit geraten lasse.

Monate später treffe ich Tomek im Comicladen. Wir kennen uns schon länger, aber irgendwie vergesse ich die ganze Zeit, dass er ein Zeichner ist, der schon Geschichten veröffentlicht hat! Wir quatschen und dann fragt er mich, ob ich einen Skript habe, damit er in seiner seltenen Freizeit etwas zu zeichnen hat. Dreimal dürft ihr raten, wie es weiterging... :)

Ich kannte schon seine Gallerie, aber darauf war ich nicht vorbereitet. Das ist immer so, wenn ich von einem Zeichner eine neue Seite bekomme: Ich fühle mich wie ein Kind im Süßigkeitenladen und kann mein Glück gar nicht fassen, dass ich, noch ein Anfänger, bisher mit so vielen talentierten Menschen zusammenarbeiten durfte. Die Luftsprünge haben mit Moritz von Wolzogen und Arne S. Reismueller angefangen und setzten sich mit Elena Rockinger, Véro, Sascha Jaeck und jetzt auch mit Tomek Schukalla fort.

Aber genug geplaudert! :) Hier erstmal das Layout der ersten Seite:


(c) 2008 Tomek Schukalla

Tomek schlug vor, dass wir den Vornamen von Jonah zu JH ändern, damit wir beide Initialen von Jonah Hex haben. Daher auch die Namensänderung in der fertigen Seite:

(c) 2008 Tomek Schukalla

More as it develops!

Freitag, 1. August 2008

Music gives the rhythm!

Musik ist eine Kunst, die keine Sprache braucht, um das Herz eines Menschen zu erreichen. Für mich ist sie oft auch ausschlaggebend - wenn ich eine bestimmte Szene schreiben möchte, dann muss ich nur die richtige Musikwahl treffen, die CD einlegen und mich von der Musik leiten lassen. Manchmal heißt das, dass ich stundenlang ein und dasselbe Lied hören muss - aber das Ergebnis lässt sich sehen. Natürlich brauche ich danach einige Monate, um das Lied aus dem Kopf zu kriegen...

Hier sind ein paar schöner Lieder, für jeden Geschmack auch etwas dabei:

Viktoria Tolstoy & Nils Landgren: Summer Night City Etwas funkiges für den schönen Sommer, den wir in den letzten Tagen genießen durften. Und ja, das ist der Nils Landgren von ABBA... Viktoria ist meine Lieblingssängerin und haut jeden um. Und live ist sie noch genialer!

Dave Hollister: My Favorite Girl Aus meinen R'n'B-Zeiten. Während ich mich aber von Montell Jordan und Usher usw. verabschiedet habe, Hollister ist immer noch jemand, den ich gerne höre. Leider war ich nicht in der Lage One Woman Man bei YouTube zu finden, stattdessen begnügt euch mit einem Lied über verrückte Ex-Freundinnen. Sind sie eigentlich ja alle... :)

Tamia: Stranger in my House Während wir bei R'n'B sind: Tamia hat eine der großartigsten Stimmen, die ich je gehört habe. Und sie hält sich sogar zurück! Warnung: Der Clip ist 'vielleicht' zu sexy! ;)

Genug traurige Lieder. Ein anderes Mal vielleicht. :)

Feist: My Moon My Man Wunderschönes Lied, wunderbar choreographiert. Feist hielft mir immer, mich zu beruhigen.

Franz Ferdinand: Walking Away Eine meiner Lieblingsbands - und der Clip ist einfach klasse. Die Sechziger Jahre kehren zurück!! Das waren noch geile Zeiten... :)

Black Lab: Transformers Theme Irgendwann werden Black Labs Alben auch hier verkauft... Bis dann, gut dass es YouTube gibt! Demnächst poste ich ein paar andere Songs von ihnen. Aber man spürt hier schon, wie viel Energie hinter dem Lied steckt.

GuyzNite: Die Hard Da wir schon bei den Filmen sind, ist der letzte Beitrag heute eine rockige Zusammenfassung der Stirb Langsam Filme. Genial! Übrigens mein Lieblingslied vom letzten Sommer! Und natürlich Teil eins und zwei der Filmreihe gehören noch heute zu meinen Lieblingsfilmen - den vierten habe ich nur einmal gesehen, also kann ich das noch nicht sagen. Lasst uns nicht über den dritten reden...

Be seein' ya! :)

Donnerstag, 24. Juli 2008

Lektion des Tages!

Ich glaube, das Bild sagt alles:


(Quelle: STATiC)